FILMEN MIT JUGENDLICHEN

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Eines Tages erzählte mir eine Freundin, welche als Schul-Pädagogin arbeitet, von ihren Erfahrungen mit einer neuen Klasse. Eine Schulklasse von schwererziehbaren Jugendlichen, die eine letzte Chance erhielten, einen Schulabschluss zu machen. Zu Beginn war meine Freundin beschäftigt, sich ein Bild von jedem Schüler zu machen, so dass sie einschätzen konnten, wie fähig sie seien und ob man ihnen den Schulabschluss zutrauen konnte.
Als sie von den Schwierigkeiten und den mangelnden sozialen Fähigkeiten der Schüler dieser Klasse sprach, fielen mir verschiedene Aufgabenbereiche und Momente innerhalb des Tätigkeitsfeld Film ein, in denen gerade diese bei den Jugendlichen fehlenden oder nur in geringem Maße vorhandenen Kompetenzen sehr beansprucht werden. Ohne diese Fähigkeiten verläuft die Zusammenarbeit an einem Film nur schwierig, unangenehm, quälend und unbefriedigend.

Filmarbeit erfordert und fördert Anpassung, Flexibilität, Spontaneität, Improvisationsvermögen, Teamarbeit, Kritikfähigkeit sowie kooperatives Verhalten. Als Gemeinschaftserlebnis stärkt sie soziale und kommunikative Kompetenzen. Und als Gemeinschaftserlebnis kann Filmarbeit ungeheuren Spass und Freude machen. Gemeinsam etwas Produktives und Kreatives zu erschaffen löst glückliche und stolze Gemeinschaftsgefühle aus.

Mir kam die Idee, dass wenn diese Schüler gemeinsam einen Film drehen würden, man sehr gut erkennen und herausarbeiten kann, wo ihre Stärken und wo ihre Schwächen liegen und welche Unterstützung sie brauchen. Vor allem sie, die Jugendlichen selbst würden es erleben und erkennen können. In einem eigenen, selbstbestimmten Projekt erlebt man Erfahrungen intensiver und reflektiert sie eher, da sie die eigenen Grenzen berühren.
Eine weitere positiver Lernprozess in solch einem Filmprojekt ist der schwierige Punkt des kritischen, selbstbestimmten und selbstbewussten Umgangs mit Medien. Auch meine Freundin, die Pädagogin, war von dieser Idee begeistert. Und da ich gerne mit Jugendlichen zusammen bin, einigten wir uns auf ein gemeinsames Projekt. Ich habe ihr meine Vorstellungen erklärt und wir erarbeiteten ein Konzept, welches, nachdem es in der Schule den Lehrern vorgestellt wurde, positiv angenommen und dem zugestimmt wurde.
Für mich persönlich war dieses Projekt sehr wichtig. Ich war neugierig zu erfahren, wie diese jungen Menschen, die noch nie etwas in diesem Bereich zu tun hatten, reagieren würden, was für sie schwierig und was einfach sein würde. Wie würden sie sich in solch einem komplexen Bereich, der viel von dem Einzelnen forderte, verhalten.